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"Wanted to get WET!"

Es gibt so die Tage, da wacht man morgens auf und muss irgendwas tun. Amerika ist schon entdeckt. Das Auto bereits erfunden, auf dem Mond war auch schon jemand. Ich muss ganz dringend mal wieder nass werden. Irgendwann habe ich mal mit dem Motorradfahren aufgehört, WEIL ich einmal zu häufig nass geworden bin. Und seit dem bin ich - glaube ich - nie wieder so richtig schön bis auf die Knochen durch geregnet.

Und dann muss es einfach sein.

WGW I bis zur Krückau Mündung

Umweg? Sagen wir es mal so: Ginge es um einen Cafe-to-go am Altonaer Bahnhof, gäbe es lauschigere Plätze und einfachere Methoden, irgendwo hinzukommen. Insofern spielt Wege-Ökonomie eigentlich keine Rolle. Der Weg führt vorbei an winzigen Häuschen, liebevoll direkt hinter dem Binnendeich. Diese Landschaft ist so typisch für die Region Unterelbe und findet sich auf beiden Seiten des Flusses.

I im Detail

 

WGW II bis Wedel

Krückau, Pinnau, Wedelau, kleine Häfen und Objekte, die zur Frage einladen, wann es denn "wireless" Strom gäbe. Außen am Deich oder innen, der Wind entscheidet diese Frage. Steht er kräftig auf dem Kopf, ist die Binnenseite etwas geschützter. Mit einer leicheten Brise von Achtern ist man hier schnell im Speedbereich um die 40 km/h ohne Schweiß auf der Stirn. (Wehe, wenn es gegenan gehen soll ...)

Bilder zu II

WGW III bis kurz hinter Blankenese

Kurz hinter Wedel endlich Regen, allerdings nicht wirklich viel. Falkenstein, Dockenhuden, Blankenese - und immer direkt an der Elbe lang. Google Maps ignoriert hier einige Teilstrecken. Um das Kraftwerk Wedel muss man herum. Die eingezeichneten Ausflüge in die Botanik sind nur eben nicht anders darstellbar. In Wirklichkeit kommt man bis zum Werkszaun und ab "Schnalles Hafen" ist man wieder direkt an der Elbe.

In Falkenstein ein Anachronismus. Oben auf dem "Berg" Grundstücke und Häuser der Extraklasse. Ein Golf-Club mit elitärem Zugang, aber unten an der Elbe ein Camping-Platz. Gewissermaßen "Mitten in Hamburg", direkt am Wasser mit weißem Sandstrand.

Den Hang mit bemerkenswerter Architektur zur Linken, ungebändigte Wassermassen zur Rechten. Eigentlich müßte man auf der Strecke Tourismus-Steuer kassieren.

IIIer Impressionen

WGW IV bis Altona

Google Maps hinks da ein wenig. Man kann locker direkt an der Elbe ab Blankenese bis zur Palmaille. Fußgänger, klar, Skater, Kinderwagen, aber es geht recht angenehm. Durch die systemimmanente Abwesenheit der Alpen ist auch keine größere Steigung hinderlich. In Övelgönne wird es eng. Freundliche Schilder bitten um Absteigen, aber eigentlich ergibt es sich von selbst. Das Elbufer ist nun dicht bebaut mit viel Avant-Garde Objekten. Wohnen, Büros, Dienstleister, das geht so bis zum Fischmarkt. Hier geht es hoch zur Palmaille und zum Altonaer Bahnhof. Km 56, einen Cafe-to-go und die Bahn zur Rückfahrt.

Die letzten km

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